zwei Medaillen an der Team-SM

Um die Saison abzuschliessen, konnten wir an den Team Schweizermeisterschaften in Colombier noch zwei Medaillen mit nach Hause nehmen und somit mit der Goldmedaille der Woche zuvor (Staffel-SM) den Medaillensatz in diesem Jahr komplettieren.

 

Dieser letzte Wettkampf entpuppte sich schnell als "Beginn der Wintersaison". Bei der Anreise herrschte draussen eine sehr kalte Luft, welche die Temperatur auf die 8°C sinken liess. Durch den ganzen Wettkampfstag erreichte der Thermometer nie mehr als ca. 13-14°C. Entsprechend waren die Resultate aller in Colombier anwesenden Athletinnen und Athleten.

 

Mit 11.41sek (+1.7) über die 100m, lief ich die dritte und letzte noch gültige Zeit für unseren Verein. Dabei konnten wir uns eine Bronzemedaille ergattern. Vier Stunden später gab es noch den saisonabschliessenden 400m. Voraussehbar: durchs Band unterdurchschnittliche Leistungen. Mit meiner Leistung von 49.88sek war ich natürlich absolut nicht zufrieden. Durch die gegebenen Bedingungen war ich jedoch bereits froh nicht eine Zeit über 50 Sekunden gelaufen zu sein. Mein Resultat zählte für unser Team als zweites Zählresultat. Wir erreichten somit den zweitbesten Durchschnitt aller Teams und gewannen somit die Silbermedaille.

 

Dies war ein, von den Leistungen her, nicht befriedigender Wettkampf bei schlechten Wetterbedingungen. Die zwei Medaillen waren für uns jedoch trotzdem eine gute Ausbeute, die den uns den Tag doch noch etwas versüssten.

 

Somit ist auch diese Saison wieder zu Ende. Für mich ein schwieriges und vor allem enttäuschendes Jahr. Warum es zu diesen Leistungen gekommen ist, werden mein Coach und ich in den nächsten Wochen gemeinsam analysieren. Bis dahin gibt es für mich erstmals Saisonpause. Ein ausführlicher Bericht zu meiner Saison werde ich später noch veröffentlichen.


Gold in der Olympischen Staffel

Auch in diesem Jahr war der TV Länggasse Bern mit vielen Teams an den Staffel-Schweizermeisterschaften vertreten. In Frauenfeld wurde ich gleich in drei Staffeln gesetzt: 4x100m, Olympische Staffel sowie in der Américaine. 

 

Wir starteten mit der 4x100m in den Wettkampftag, wo wir uns mit 42.74sek über die Zeit noch knapp eine Finalqualifikation holten. Im Final konnten wir die nicht ganz optimalen Staffelübergaben leider nicht verbessern. So blieb der Exploit aus. Mit 42.77sek und einem 8. Rang war unser Team (Nick Stalder - Dario Breitenmoser - Luca Flück - Dario Kaufmann) durchaus zufrieden.

 

In der "Pause" zwischen dem Vorlauf und dem Final, fand noch die Olympische Staffel statt. Diese liefen wir in der Aufstellung (Pietro Calamai - Luca Flück - Nick Stalder - Dario Kaufmann). Pietro lief gute 800m und konnte in einem eher taktischen Rennen als Zweiter übergeben. Ich konnte dann auf unsere Gegner noch etwas auflaufen und somit den Abstand verkürzen, welcher dann Nick zunichte machte. Dario lief dann den Staffelstab als Erster ins Ziel: Gold! Wir holten uns den Sieg in 3:19.00. Eine nicht wirklich schnelle Zeit, welche aber dank dem Sieg in Vergessenheit geraten darf.

 

Nach bereits drei Starts, wagte ich mich noch mit meinen Teamkollegen Pietro Calamai und Alain Croisier an den Start der Américaine. Meine Vorermüdung und (vor allem) meine nicht brilliante Form was längere Distanzen mit kurzen Pausen anbelangt, liessen nicht gerade auf grossartige Resultate hoffen. Leider war dies auch die Realität. Meine Teamkollegen liefen ihr Rennen souverän. Ich konnte ihrem Niveau leider nicht Stand halten. Die letzten 200m waren für mich und meinem Körper eine Tortur. Spass hat es jedoch trotzdem gemacht. Diese schlossen wir mit 6:48.15min auf Rang 6 ab.

 

Nicht gleich jedes Rennen war an diesem Tag für mich und meinen Kollegen Grund zur Feier. Trotzdem darf man alle Leistungen als solide ansehen. Die Finalqualifikation über die 4x100m gilt für uns jedes Jahr als Mindestziel. Dies haben wir auch erreicht. Bei der Olympischen Staffel waren wir bereit um eine Medaille zu kämpfen. Dass es dann gleich die glänzendste wurde, war für uns eine schöne Überraschung. Ich persönlich bin vor allem mit meinem 400m Lauf zufrieden. Dieser fiel auf jeden Fall besser als meine letzten Auftritte aus.

 

Nun geht es bereits in die letzte Woche der Saison. Am Samstag wartet noch die Team-SM in Colombier auf uns, bevor es dann definitiv in die Saisonpause geht.

 

 


Eine Enttäuschung nach der anderen

Nach den Schweizermeisterschaften ging meine Saison den Bach runter: zwei Mal auf einen Start verzichtet und zwei Mal enttäuschende Leistungen.

 

Direkt nach der SM in Zürich wollte ich mich von der Enttäuschung erholen und gute Wettkämpfe leisten. Leider musste ich jedoch gleich zwei aufeinanderfolgenden Wettkämpfe absagen, da ich in den beiden Vortagen jeweils mit Magenbeschwerden zu kämpfen hatte. Somit fielen für mich die letzten Wettkämpfe in der ersten Saisonhälfte aus. 

 

Nach zwei Wochen Urlaub, nahm ich das Training wieder auf. Jedoch ganz ohne Kräfte. Einerseits fiel mir der Wiedereinstieg allgemein etwas schwierig, andererseits fühlte ich mich auch nach einigen Wochen immer noch nicht ganz bei Kräften. Aufgrund der kurzen Dauer der zweiten Saisonhälfte, entschied ich mich trotzdem in Sarnen über 100m und 400m zu starten. Nach komplett energielosen 11.52sek über die 100m, lief ich die 400m ebenfalls in einer enttäuschenden Zeit von 49.07sek.

 

Dann folgten weitere Trainings, um die Form wiederzufinden. Schritt für Schritt sah es immer etwas besser aus. Doch dann erlebte ich in Luzern im Vorprogramm des Spitzenleichtathletik, einen weiteren Rückschlag: mit 49.76sek lief ich nicht nur meine schlechteste Zeit in diesem Jahr, sondern auch meine zweitschlechteste Zeit meiner ganzen Karriere. Dabei war mein Lauf von A bis Z von der Energiezufuhr her katastrophal.

 

Zur Zeit kann ich mir solche Leistungen nicht erklären. Nach den Schweizermeisterschaften, lief ich nochmals mehr als eine Sekunde langsamer als die, bis dahin auch nicht so zufrieden stellenden Leistungen. Wären nicht noch wichtige Teamwettkämpfe auf dem Programm, dann würde ich hier und jetzt meine Saison beenden. Trotzdem werde ich nun das mögliche versuchen, um bei den Staffel-Meisterschaften und bei der Team-SM eine valides Teammitglied zu sein. Danach muss ich ehrlich zugestehen, dass ich mich freue, dass diese Saison ein Ende findet. 

Foto: athletix.ch
Foto: athletix.ch